Bingobongo
Ritter ohne Fehl und Tadel Adel
Sport ist nun einmal meine Leidenschaft. Ich übe aber nicht nur Sportarten, die mit Kraft zu tun haben, aus. Nein, es macht mir auch Spaß, solche Sportarten auszuüben, die die Geschicklichkeit herausfordern. Zum Beispiel reite ich gerne. Aber das erst seit ein paar Jahren. Vorher ging das nicht. Weil ich aufpassen musste. Der Affe Theo hat immer versucht mit meiner Freundin Jenny anzubandeln. Und dagegen habe ich ganz entschieden etwas gehabt. Jenny meinte immer, Theo mache doch nur Spaß.
Aber mir ist der Spaß vergangen, wenn ich Theo bei Jenny gesehen habe. Dann hätte ich am Liebsten … aber dagegen hat Jenny was gehabt.
Geändert hat sich das erst, als Anni zu uns kam. Das ist jetzt auch schon viele Jahre her. Erst hat Anni dem Affen gesagt, er solle sich zurückhalten, aber der hat das nicht gemacht. Und dann, haste nicht gesehen und bautz, lag Theo im Müll.
Ha! Das hat mich gefreut. Da Anni immer mit uns zusammen war – damals noch gaaanz ruhig und bescheiden, hatte kaum ein Wort rausgekriegt – traute sich Theo nicht mehr so richtig zu uns. Na ja, zwei- oder dreimal ist er noch von Anni in den Müll geworfen worden. Aber dann war auch Schluss mit seiner dummen Art. Und ich konnte endlich reiten lernen. Und wie. Von klein nach groß habe ich mich vorgearbeitet.
Anni hat sich in der Zeit auch geändert. Aus der kleinen schüchternen Anni ist eine Anni geworden, die unbedingt Theater spielen wollte. Und ich durfte dann auch mitmachen. Die erste Rolle hat mir sehr gut gefallen. Da habe ich einen Kutscher gespielt. Da habe ich dann auch meine Liebe zum Reiten entdeckt. Im Übrigen ist die Rolle des Kutschers die wichtigste in dem Stück „Die gestiefelte Anni – eine Geschichte ohne Grimm“.